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Verpackungsplanung der nächsten Generation: Warum Verpackungsoptimierung allein nicht mehr ausreicht

Thomas Goldhofer

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Mitgründer

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8 Min.

Die Zukunft der nachhaltigen Verpackungsplanung

Eine optimierte Verpackung ist wichtig, aber nur ein Teil einer wirtschaftlichen und nachhaltigen Logistikentscheidung. Die nächste Generation der Verpackungsplanung kombiniert CAD-basierte Verpackungssimulation mit 8 automatisierten Compliance-Prüfungen, Materialplanung, Kosten, Transport, Emissionen, Dokumentation und digitaler Freigabe. Dies verwandelt eine isolierte Berechnung in einen durchgängigen Workflow – von der Produktentwicklung bis zum freigegebenen Verpackungskonzept.

Verpackungsoptimierung beginnt mit einer zentralen Frage: Wie lässt sich ein Bauteil sicher, effizient und so standardisiert wie möglich verpacken? Für Industrieunternehmen ist diese Frage von direkter Relevanz. Behältergröße, Tragfähigkeit, Packdichte, Ent- und Beladung sowie das Handling beeinflussen den Materialeinsatz, die Prozessfähigkeit und die Kosten.

Die Verpackung endet jedoch nicht am Rand des Behälters. Jede Verpackungsentscheidung hat weitreichende Konsequenzen. Verpackungsmaterialien müssen beschafft und kalkuliert werden. Gefache, Zwischenlagen, Kartons, Behälter und Paletten bilden eine Verpackungshierarchie. Bruttogewicht und Volumen beeinflussen den Transport. Die gewählte Route und das Transportmittel wirken sich auf Frachtkosten und Transportemissionen aus. Die Ergebnisse müssen dokumentiert, geprüft, kommentiert und freigegeben werden. Hinzu kommen Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit und die PPWR-Dokumentation.

Genau hier unterscheidet sich die reine Verpackungsoptimierung von der modernen Verpackungsplanung. Die Verpackungsoptimierung verbessert die spezifische Verpackungslösung. Die Verpackungsplanung verknüpft diese Lösung mit den angrenzenden Geschäftsprozessen in der Logistik und konsolidiert alle relevanten Ergebnisse in einem nahtlosen Entscheidungsprozess.

Pakera bezeichnet diesen Ansatz als Next-Generation Verpackungsplanung. Gemeint ist eine digitale End-to-End-Lösung für industrielle Verpackungsentscheidungen – von der CAD-basierten Simulation über Compliance, Material-Stücklisten, Verpackungs- und Transportkosten sowie Transportemissionen bis hin zu modularen Reports und freigegebenen Verpackungskonzepten.


Verpackungsoptimierung bleibt essenziell, ist aber nur der erste Schritt

Die Verpackungsoptimierung konzentriert sich auf die technische und operative Eignung einer Verpackung für ein Bauteil. Sie beantwortet unter anderem folgende Fragen:

  • Welche Behältergröße ist geeignet?

  • Welche Tragfähigkeit wird benötigt?

  • Wie viele Bauteile passen in den Behälter?

  • Welche Ausrichtung und Packmethode sind sinnvoll?

  • Wie lässt sich das Be- und Entladen praxistauglich gestalten?

  • Eignet sich die Verpackung für manuelles oder automatisiertes Handling?

  • Welche Standardbehälter können genutzt werden?

  • Wie hoch sind Volumen- und Gewichtsauslastung?

  • Wie viel Luftraum verbleibt im Verpackungssystem?


Diese Analyse bildet das unverzichtbare Fundament. Eine Verpackung, die geometrisch nicht passt, das zulässige Gewicht überschreitet oder im operativen Prozess nicht handhabbar ist, muss unter anderen Aspekten gar nicht erst untersucht werden.

Im internationalen Markt werden Teilbereiche dieses Feldes oft mit Begriffen wie Verpackungsoptimierung, Verpackungssimulation, Cartonization, 3D Bin Packing, Palettenoptimierung oder Container-Beladeoptimierung beschrieben. Diese Begriffe adressieren meist nur die isolierte geometrische und rechnerische Optimierung von Packmustern, Behältern, Kartons, Paletten und Ladeeinheiten.

Für industrielle Lieferketten greift dieser Fokus allein jedoch zu kurz. Das technisch optimale Packmuster ist nicht automatisch die wirtschaftlichste, nachhaltigste oder logistisch sinnvollste Gesamtlösung. Erst durch die Integration von Materialanforderungen, Kosten, Transport, Emissionen, Dokumentation und Freigabe wird aus einem guten Packmuster eine fundierte Verpackungsentscheidung.


Verpackungsoptimierung und Verpackungsplanung: Der entscheidende Unterschied

Die beiden Begriffe werden oft synonym verwendet, obwohl sie unterschiedliche Reichweiten beschreiben.


Packaging Optimization vs next-gen packaging planning

Tabelle 1: Vergleich von klassischer Verpackungsoptimierung und moderner End-to-End-Verpackungsplanung.


Die Verpackungsoptimierung ist daher kein Gegenmodell zur Verpackungsplanung. Sie ist deren technischer Kern. Die Next-Generation Verpackungsplanung erweitert diesen Kern um die wirtschaftlichen, ökologischen, dokumentarischen und organisatorischen Schritte, die in der industriellen Praxis ohnehin folgen.


Warum das lokale Verpackungsoptimum nicht automatisch das logistische Optimum ist

Eine hohe Packdichte kann die Anzahl der Behälter reduzieren. Gleichzeitig erfordert sie unter Umständen zusätzliche Gefache, was die Entnahme erschweren oder das Bruttogewicht erhöhen kann. Ein standardisierter Behälter vereinfacht Beschaffung, Lagerung und Stammdaten. Bei ungünstiger Bauteilgeometrie kann er jedoch zu mehr Luftraum führen. Eine besonders leichte Einwegverpackung spart den Rücktransport, erzeugt aber mit jeder Lieferung neuen Materialbedarf. Ein Mehrwegbehälter kann Materialkreisläufe stärken, erfordert jedoch Umlauf, Rückführung, Reinigung und Bestandssteuerung.

Diese Wechselwirkungen verdeutlichen, warum Verpackungsentscheidungen als multikriterielles Problem betrachtet werden müssen. Eine Verbesserung in einem Bereich kann Kosten, Risiken oder Umweltbelastungen in einen anderen verschieben. Die beste Option ist daher nicht zwingend die Lösung mit der höchsten Volumenausnutzung oder dem günstigsten Einkaufspreis. Entscheidend ist, welche Lösung über Produkt, Verpackung, Transport und Prozess hinweg das überzeugendste Gesamtbild bietet.

Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen Verpackungsdesign, Füllgrad und Straßengütertransport zeigen, dass Maßnahmen zur besseren Raumausnutzung gleichzeitig wirtschaftliche, ökologische und logistische Effekte haben. Genau deshalb sollte die Verpackung nicht isoliert von der Fahrzeugauslastung und den weiteren Stufen des Logistikprozesses bewertet werden.

Die Next-Generation Verpackungsplanung macht diese Wechselwirkungen sichtbar. Die Logik der Plattform endet nicht mit dem Ergebnis der Verpackungssimulation. Sie nutzt dieses Ergebnis als Ausgangspunkt für die nachfolgenden Entscheidungen und bindet alle Prozessbeteiligten ein, um letztlich eine optimale Lieferkette zu realisieren.


Warum die Verpackungsplanung parallel zur Produktentwicklung beginnen sollte

Der größte Gestaltungsspielraum besteht nicht erst kurz vor dem Serienanlauf, sondern während der Produktentwicklung. In dieser Phase liegen CAD-Daten oft bereits vor, während Bauteil, Verpackung, Lieferkonzept und Prozess noch angepasst werden können.

Eine frühzeitige digitale Verpackungsplanung bzw. Vorabvalidierung ermöglicht es, potenzielle Probleme zu erkennen, bevor physische Prototypenteile in ausreichender Stückzahl für Packversuche unter Produktionsbedingungen zur Verfügung stehen. Dazu gehören ungeeignete Bauteilausrichtungen, mangelnder Greifraum, zu schwere Behälter, unnötiger Luftraum, erschwerte Entnahme, nicht standardisierte Behälter oder eine Verpackungshierarchie mit ungünstigen Transportkonsequenzen.

Das bedeutet nicht, dass physische Packversuche überflüssig werden. Bei empfindlichen Bauteilen, Anwendungen mit hohen Schadenskosten oder sicherheitskritischen Einsätzen bleibt die Erprobung in der Praxis unverzichtbar. Die digitale Verpackungssimulation kann jedoch die Variantenvielfalt im Vorfeld reduzieren. Statt zahlreiche Ideen manuell zu testen, werden die plausibelsten Konzepte vorselektiert und gezielt validiert.

Der entscheidende Fortschritt liegt in der parallelen Bearbeitung. Verpackungsentwicklung, Kostenbewertung, Logistikplanung, Nachhaltigkeitsanalyse und Dokumentation müssen nicht nacheinander starten. Sie können bereits während der Produktentwicklung auf Basis desselben Datensatzes vorbereitet und kontinuierlich aktualisiert werden. Das macht Änderungen früher sichtbar und steuerbar – zu einem Zeitpunkt, an dem sie noch mit vergleichsweise geringem Aufwand umsetzbar sind.


Vom CAD-File zur Freigabe: Der Pakera-Workflow in zehn Schritten

Pakera verbindet die einzelnen Arbeitsschritte in einem nahtlosen, browserbasierten Workflow:


Abbildung 1: Der Pakera-Workflow für die Verpackungsplanung der nächsten Generation


  1. CAD-Daten auswählen

  2. Packmodus auswählen

  3. Packmethode auswählen

  4. Anforderungen definieren

  5. Simulation starten

  6. Ergebnisse prüfen

  7. Stückliste bearbeiten oder ergänzen

  8. Versandkosten und Transportemissionen berechnen

  9. Verpackungsreport erstellen

  10. Ergebnisse teilen, prüfen und freigeben


Das Workflow-Diagramm von Pakera zeigt für die erste Phase bis zur Simulation eine durchschnittliche Dauer von 0,8 Minuten. Für die anschließende Prüfung der Ergebnisse und die optionalen Folgeschritte wird ein Durchschnitt von 5,3 Minuten ausgewiesen. Diese Werte basieren auf internen Tests sowie Pilotprojekten und demonstrieren das enorme Potenzial eines integrierten Prozesses. Die tatsächliche Bearbeitungszeit hängt vom gewählten Packmodus, der gewählten Packmethode, den ausgewählten Parametern und den im weiteren Verlauf benötigten Informationen ab.

Der entscheidende Punkt ist nicht allein die Schnelligkeit der einzelnen Berechnungen. Wesentlich ist, dass Daten für jeden Folgeschritt nicht erneut erfasst, übertragen und manuell in neue Dokumente überführt werden müssen. Bereits aus der Simulation vorliegende Informationen werden für Stückliste, Kosten, Transport, Reports und Freigabe direkt weiterverwendet.


1. Verpackungssimulation: Aus CAD-Daten ein robustes Verpackungskonzept erstellen

Der Workflow startet mit den CAD-Daten des Bauteils. Auf dieser Basis wird der passende Packmodus gewählt. Pakera unterscheidet dabei verschiedene Anwendungsfälle:

  • Smart Fill ermittelt, wie viele Bauteile in einen definierten Behälter passen.

  • Smart Select unterstützt bei der Auswahl eines geeigneten Behälters und Verpackungskonzepts für eine vorgegebene Stückzahl.

  • Smart Stack untersucht die Anordnung von Kartons oder Behältern auf einer übergeordneten Ladeeinheit.

Anschließend werden Packmethode und Anforderungen definiert. Dazu gehören beispielsweise zulässige Ausrichtungen, Abstände, Schutzmaterialien, Zwischenlagen, Maximalgewichte und weitere betriebliche Rahmenbedingungen.

Die Simulation prüft dabei nicht nur, ob ein Bauteil geometrisch in einen Behälter passt. Sie bewertet die Verpackung hinsichtlich Größe, Tragfähigkeit, Entnahme, Beladung, Handling und Behälterstandardisierung. Relevante Kennzahlen sind unter anderem die Stückzahl, die Volumenausnutzung, die Gewichtsauslastung, der Luftraum, das Netto- und Bruttogewicht, das Volumengewicht sowie die Anzahl der benötigten Ladeeinheiten.

Damit entsteht eine technische Entscheidungsgrundlage, die über eine reine 3D-Visualisierung hinausgeht. Das Ergebnis zeigt nicht nur ein Packbild, sondern auch, ob die Lösung in der Logistik praktisch umsetzbar ist.


2. Automatische Stückliste: Vom Packbild zur Verpackungsmaterialplanung

Ist das Verpackungskonzept finalisiert, lässt sich daraus automatisch die benötigte Stückliste ableiten. Die Stückliste übersetzt das Simulationsergebnis in eine konkrete Materialaufstellung.

Je nach Verpackungshierarchie kann sie beispielsweise folgende Positionen enthalten:

  • Primärbehälter oder Faltkarton

  • Umkarton

  • Zwischenlagen

  • Gefache oder Inlays

  • Schnitt- und Kantenschutz

  • Etiketten

  • Paletten

  • Container oder zusätzliche Transportebenen

Sind Behälter, Packstoffe, Lieferanten, Gewichte und Preise in den Stammdaten gepflegt, kann die Stückliste weitgehend automatisch aus dem Verpackungskonzept erstellt werden – inklusive der Materialkostenkalkulation. Manuelle Ergänzungen bleiben dort möglich, wo projektspezifische Informationen fehlen oder bewusst angepasst werden sollen.

Der Nutzen geht weit über eine einfache Materialaufstellung hinaus. Die Stückliste kann Transparenz über Mengen, Einzelpreise, Gesamtkosten und die Verpackungskosten pro Bauteil schaffen. Damit wird die technische Verpackungsentscheidung direkt in eine kaufmännisch bewertbare Lösung überführt.

Genau hier setzt echte Verpackungsplanung an. Einkauf und Cost Engineering müssen nicht erst nach Abschluss der Simulation eine eigene Kalkulation aufbauen. Bestehende Daten werden weiterverwendet. Das reduziert Datensilos und schafft eine gemeinsame Basis für Verpackungsplanung, Einkauf und Logistik.

Strukturierte Informationen zu Verpackungsarten, Verpackungsstufen, Materialien, Gewichten, Wiederverwendbarkeit, Recyclingeigenschaften und Leerraum sind zudem für die PPWR-Dokumentation relevant. Eine Stückliste allein ersetzt keine technische Dokumentation. Sie liefert jedoch einen wichtigen Teil des Datenfundaments, das für die Bewertung, Nachweisführung und spätere Aktualisierungen benötigt wird.


3. Transportkosten senken: Die Verpackungssimulation bis zur Route verlängern

Eine Verpackungslösung ist wirtschaftlich erst dann vollständig bewertet, wenn ihre Auswirkungen auf den Transport berücksichtigt werden. Die Stückzahl pro Behälter bestimmt, wie viele Kartons, Paletten oder Container benötigt werden. Außenmaße und Bruttogewichte beeinflussen das Volumengewicht, das frachtpflichtige Gewicht und den Auslastungsgrad. Die Verpackungshierarchie wirkt sich somit direkt auf die Anzahl der Transporte und die Kosten pro Bauteil aus.

Im nächsten Schritt des Pakera-Workflows werden daher Route und Transportmittel geplant. Je nach Anwendungsfall können mehrere Transportabschnitte und Verkehrsträger berücksichtigt werden. Die Berechnung verknüpft die Verpackungsdaten mit der Distanz, dem Transportmittel und der Abrechnungsgrundlage.

Daraus ergeben sich unter anderem folgende Kennzahlen:

  • Gesamtdistanz

  • Kosten je Transportabschnitt

  • Geschätzte Gesamttransportkosten

  • Transportkosten pro Bauteil

  • Bruttogewicht und Volumengewicht

  • Frachtpflichtiges Gewicht

  • Anzahl der Packstücke und Ladeeinheiten

  • Verursachte Emissionen (CO₂e)

Für Unternehmen, die Transportkosten senken oder Logistikkosten reduzieren wollen, ist diese Verknüpfung entscheidend. Eine Optimierung, die nur den Preis des Kartons betrachtet, übersieht unter Umständen die weitaus größeren Hebel bei den Frachtkosten. Umgekehrt kann ein hochwertigeres Verpackungskonzept wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn es die Anzahl der Behälter, Paletten oder Transporte reduziert.


4. Transportemissionen berechnen: Nachhaltigkeit wird zum Planungsfaktor

Transportkosten und Transportemissionen entspringen derselben physikalischen Realität. Anzahl und Gewicht der Ladeeinheiten, der Auslastungsgrad, die Route, die Distanz und der Verkehrsträger bestimmen nicht nur die ökonomische, sondern auch die ökologische Bilanz eines Verpackungskonzepts.

Pakera integriert daher die Ergebnisse der Verpackungssimulation mit der Transportplanung und hat hierzu eine Partnerschaft mit EcoTransIT World geschlossen. Das Unternehmen ist auf die Berechnung von Transportemissionen spezialisiert und weltweit führend in diesem Bereich.

Der Pakera-Verpackungsreport kann Transportleistung, Treibhausgasemissionen und Emissionsintensität detailliert ausweisen. Die ISO 14083 liefert hierfür eine einheitliche Methodik zur Quantifizierung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen aus Personen- und Gütertransportketten.

Der Vorteil der Kombination aus Verpackungssimulation und Transportplanung liegt in der Vergleichbarkeit von Varianten. Wird ein Behälter modifiziert, ändert sich unter Umständen die Stückzahl pro Ladeeinheit. In der Folge variieren die Anzahl der Transporte, das transportierte Gewicht und die Emissionen pro Bauteil. Diese Effekte werden nicht erst im nachgelagerten Nachhaltigkeitsbericht sichtbar, sondern bereits in der Phase der Verpackungsplanung, die parallel zur Produktentwicklung stattfinden kann.

Dies ist besonders für nachhaltige Verpackungen relevant. Weniger Material einzusetzen, ist nicht automatisch die nachhaltigste Lösung. Eine Variante mit etwas mehr Materialeinsatz kann in der Gesamtbetrachtung ökologischer sein, wenn sie Bauteilschäden reduziert, mehr Umläufe ermöglicht oder die Transportauslastung verbessert. Umgekehrt ist eine hohe Packdichte nur dann nachhaltig, wenn Schutzfunktion, Handling und Prozessfähigkeit erhalten bleiben.

Die Next-Generation Verpackungsplanung betrachtet Nachhaltigkeit daher nicht als isolierten Wert. Material, Wiederverwendbarkeit, Leerraum, Transportanforderungen und Emissionen werden zusammengeführt.


5. Modularer Report Builder: Aus Daten ein prüffähiges Verpackungskonzept machen

Berechnungen allein reichen im industriellen Entscheidungsprozess nicht aus. Die Ergebnisse müssen so aufbereitet sein, dass unterschiedliche Beteiligte sie in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich verstehen, prüfen und bewerten können.

Der modulare Report Builder von Pakera ermöglicht es, die Inhalte für den jeweiligen Anwendungsfall gezielt auszuwählen. Nicht jeder Empfänger benötigt die gleiche Detailtiefe. Die Verpackungsplanung erfordert andere Informationen als der Einkauf, die Qualitätssicherung, das Management oder ein externer Kunde.

Ein Verpackungsreport kann unter anderem folgende Module enthalten:


Pakera Workflow also included a modular Report Builder

Tabelle 2: Übersicht der Pakera-Reportmodule und deren Kernfragen für Entscheidungen.


Der Pakera-Verpackungsreport bildet diese Logik in einer Kette zusammenhängender Ergebnisse ab. Simulationsergebnisse, Verpackungshierarchie, Stückliste, Verpackungskosten, Packanweisungen, Transportkosten, Route, Emissionen und Compliance-Bewertung werden in einem einzigen, konsistenten Dokument zusammengeführt.

Damit ist der Report mehr als eine Präsentation. Er dient als Entscheidungsvorlage für die nächste Stufe des Workflows. Die Beteiligten sehen nicht nur das Packbild, sondern auch die wirtschaftlichen, logistischen und nachhaltigkeitsbezogenen Konsequenzen.


6. Digitaler Freigabeprozess: Eine gemeinsame Version statt Versionschaos

Sind Verpackungskonzept und Report erstellt, beginnt der Abstimmungsprozess. In klassischen Abläufen werden PDFs, Tabellen, CAD-Screenshots und Kommentare oft per E-Mail verteilt. Das führt schnell zu verschiedenen Ständen, unklaren Zuständigkeiten und der Frage, welches Dokument eigentlich geprüft wurde.

Pakera konsolidiert die Abstimmung in einem digitalen Freigabeprozess. Das freizugebende Verpackungskonzept wird über einen sicheren, zeitlich begrenzten Weblink mit den relevanten Personen geteilt. Interne und externe Beteiligte können die aktuellen Ergebnisse in Echtzeit einsehen, prüfen und kommentieren. Eingeladene Personen benötigen dafür keinen Pakera-Account, es entstehen keine Kosten.

Der entscheidende Vorteil ist die gemeinsame Datenbasis. Verpackungsplanung, Logistik, Einkauf, Qualität, Produktion, Nachhaltigkeit, Kunden und Lieferanten betrachten dieselbe Version. Kommentare und Entscheidungen bleiben direkt mit dem jeweiligen Verpackungskonzept verknüpft.

Sind die Anforderungen erfüllt, kann die Freigabe der Version erfolgen. Gibt es noch offene Punkte, wird das Konzept nicht informell in einer separaten Datei geändert. Es geht stattdessen strukturiert zurück in die Überarbeitung. Die Verpackung wird angepasst, neu simuliert und erneut zur Prüfung bereitgestellt.

Diese geschlossene Schleife aus Simulation, Prüfung, Überarbeitung und Freigabe schafft eine Single Source of Truth. Sie reduziert das Risiko, dass veraltete Stände weiterverwendet werden oder eine Freigabe nicht eindeutig der geprüften Version zugeordnet werden kann.


Die 8 Smart Checks von Pakera

Bei jeder Verpackungssimulation führt Pakera automatisch acht integrierte Smart Checks durch. Diese bewerten unter anderem das frachtpflichtige Gewicht, die zulässige Behälterbelastung, die Sicherheit und Ergonomie beim manuellen Handling, die Transport- und Lagersicherheit, die Plausibilität der Simulationsergebnisse, die logistische Effizienz sowie ausgewählte Nachhaltigkeitskriterien. Die Ergebnisse weisen frühzeitig auf kritische Punkte hin und bieten eine standardisierte Orientierungshilfe zur Bewertung und zum Vergleich von Verpackungskonzepten. Die Smart Checks unterstützen somit Logistik, Verpackungsplanung, Qualitätssicherung und weitere Fachabteilungen bei einer fundierteren Entscheidungsfindung, ersetzen jedoch nicht die abschließende technische Prüfung oder eine formelle Konformitätsbewertung.


Der Pakera Score®: Verpackungskonzerte auf einen Blick bewerten und vergleichen

Der Pakera Score verdichtet die wichtigsten Ergebnisse der Verpackungsoptimierung über ein Punktesystem von 0 bis 100 in einer einheitlichen und leicht verständlichen Gesamtbewertung. Hierzu bezieht er über 10 ausgewählte Kriterien aus der Verpackungssimulation sowie den Smart Checks ein und berücksichtigt auf übergeordneter Ebene die logistische Effizienz, sicherheits- und compliance-relevante Rahmenbedingungen sowie wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte wie Ressourceneinsatz, Leerraum und Wiederverwendbarkeit. Dies ermöglicht es Unternehmen, verschiedene Verpackungsvarianten schneller miteinander zu vergleichen, Stärken und Optimierungspotenziale aufzuzeigen und Entscheidungen abteilungsübergreifend transparent zu begründen. Der Pakera Score dient als Orientierungs- und Priorisierungshilfe innerhalb des Planungsprozesses und ersetzt keine fachlichen Detailprüfungen, formellen Freigaben oder Nachweise zur Erfüllung gesetzlicher Vorgaben. Die genaue Gewichtung, die verwendeten Schwellenwerte und die dahinterliegende Berechnungslogik bleiben dabei bewusst Teil der proprietären Methodik von Pakera.


Warum browserbasierte Verpackungsplanung der moderne Ansatz ist

Spezialisierte Verpackungssoftware war lange Zeit mit sehr teuren On-Premises-Installationen, technischer Einrichtung und hohem Schulungsaufwand verbunden. Dieses Modell kann für einzelne Expertenarbeitsplätze mit technischem CAD- und Simulations-Know-how funktionieren. Für einen abteilungs- und unternehmensübergreifenden Workflow schafft es jedoch Hürden.

Eine browserbasierte, intuitiv bedienbare Verpackungsplanung für jedermann reduziert den Aufwand für lokale Installationen und senkt die Einstiegshürden. Nutzer können über einen modernen Browser starten, ohne dass Software auf jedem Arbeitsplatz bereitgestellt werden muss. Funktionen, Workflows und Dokumente sind zentral verfügbar – unabhängig von Standort, Hardware oder Endgerät. Interne und externe Partner lassen sich einfacher in Prüf- und Freigabeprozesse einbinden.

Pakera ergänzt diesen Ansatz durch kostenfreie Video-Tutorials und eine geführte Nutzeroberfläche. Damit werden Standardanwendungen auch ohne langwierige Schulungsprogramme nutzbar. Dies ist besonders relevant, wenn nicht nur wenige Simulationsexperten, sondern auch Logistik, Einkauf, Qualität, Produktion und andere Rollen mit den Ergebnissen arbeiten sollen. Individuelle Mitarbeiterschulungen werden auf Wunsch weiterhin angeboten.

Datensicherheit ist für Pakera ein zentrales Thema, weshalb die Sicherheitsarchitektur von Beginn an im Fokus stand. Dazu gehören passende Zugriffskontrollen, Rollen, zeitlich begrenzte Zugriffsberechtigungen, moderne Verschlüsselung – inklusive kundeneigener Schlüssel –, Protokollierung und klare Zuständigkeiten. Der Vorteil einer zentralen Plattform besteht darin, diese Regeln einheitlich über den gesamten Workflow durchsetzen zu können, anstatt sensible Projektstände über lokale Dateien und unkontrollierte Anhänge zu verteilen.

Die Zukunft der digitalen Verpackungsplanung liegt daher nicht allein im Browser. Sie liegt in der Verbindung aus einfachem Zugang, zentraler Datenbasis, kontrollierter Zusammenarbeit und industrietauglicher Sicherheit.


PPWR-Software: Dokumentation während der Verpackungsplanung statt danach

Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) gilt ab dem 12. August 2026. Sie macht Verpackungen für Hersteller und Importeure zu einem stärker dokumentationspflichtigen Compliance-Thema. Nach Artikel 10 müssen Verpackungen ab 2030 so konzipiert sein, dass ihr Gewicht und ihr Volumen auf das für ihre Funktion erforderliche Mindestmaß reduziert sind. Für die technische Dokumentation listet die Verordnung explizit Tests, Untersuchungen, Modellierungen und Simulationen als mögliche Nachweise auf.

Hersteller müssen für die relevanten Anforderungen ein Konformitätsbewertungsverfahren durchführen, die technische Dokumentation erstellen und eine EU-Konformitätserklärung gemäß der in der PPWR vorgegebenen Struktur ausstellen. Die Verantwortung hierfür verbleibt beim Hersteller. Eine Software kann diese Verantwortung nicht übernehmen oder die Konformität allein auf Basis einer Berechnung garantieren.

Genau deshalb ist der integrierte Workflow so wichtig. Die PPWR-Dokumentation sollte nicht erst am Ende des Prozesses aus verstreuten Dateien mühsam rekonstruiert werden müssen. In Pakera können relevante Informationen bereits während der Verpackungsentwicklung strukturiert erfasst werden:

  • Identifikation der Verpackung und des Projekts

  • Beschreibung des Bauteils und des Verwendungszwecks

  • Verpackungsklassifizierung

  • Verpackungsstufen und Verpackungsmaterialien

  • Abmessungen, Gewichte und Volumenausnutzung

  • Materialangaben

  • Wiederverwendbarkeit und Recyclingeigenschaften

  • Luftraum und Füllgrad

  • Angewandte technische Spezifikationen

  • Ergebnisse aus Modellierungen und Simulationen

  • Faktoren, die eine weitere Reduzierung von Gewicht oder Volumen begrenzen

  • Version, Prüfstatus und Freigabe

Pakera kann diese Daten aus Simulation, Stückliste, Transportplanung und Reports in einem konsistenten Prozess zusammenführen und sowohl für die PPWR-Dokumentation als auch für die Vorbereitung einer Konformitätserklärung bereitstellen. Der praktische Nutzen: Die Dokumentation muss nicht als separater Folgeschritt organisiert werden. Sie entsteht fast vollständig automatisiert auf Basis der Daten, die für die Verpackungsentscheidung ohnehin benötigt werden.

Die aktuellen Leitlinien der Europäischen Kommission zur PPWR sollen Unternehmen bei der einheitlichen Anwendung der neuen Regeln unterstützen. Sie ändern jedoch nichts an der grundlegenden Rollenverteilung. Eine Software strukturiert Daten und Nachweisdokumente. Die fachliche Bewertung und rechtliche Verantwortung verbleiben beim jeweiligen Wirtschaftsakteur.


Warum End-to-End-Verpackungsplanung aus Nachhaltigkeitssicht ein Fortschritt ist

Nachhaltigkeit wird oft auf die Materialauswahl oder die Recyclingfähigkeit reduziert. Für industrielle Verpackungssysteme greift diese Sichtweise zu kurz. Eine robuste Bewertung muss ebenso die Schutzwirkung, die Wiederverwendbarkeit, den Auslastungsgrad, die Transportanforderungen, die Rücklauflogistik, das Schadensrisiko und die Prozesskomplexität einbeziehen.

Ein End-to-End-Workflow verbessert die Qualität dieser Bewertung aus drei Gründen.

Erstens werden Auswirkungen früher sichtbar. Wird eine Verpackungsvariante bereits in der Produktentwicklungsphase simuliert, lassen sich Luftraum, Materialbedarf und Transportauswirkungen bewerten, bevor sich ein Standard im Serienprozess verfestigt.

Zweitens werden Zielkonflikte transparent. Eine leichtere Verpackung kann zu mehr Schäden führen. Ein Mehrwegbehälter ist ökologisch eventuell sinnvoll, erfordert jedoch eine realistische Umlaufzahl und eine funktionierende Rücklauflogistik. Ein sehr dichter Packvorschlag kann Transportemissionen senken, aber die Entnahme verlangsamen oder Sicherheitsabstände unterschreiten.

Drittens entsteht Nachvollziehbarkeit. Nachhaltigkeitsentscheidungen lassen sich besser begründen, wenn Annahmen, Varianten, Materialbedarf, Transportdaten und Freigaben zusammenhängend dokumentiert sind. Dies ist überzeugender als ein isolierter Kennwert ohne erkennbaren Bezug zum Verpackungs- und Logistikkonzept.

Deshalb verbindet Pakera „Sustainable Packaging“ nicht mit einem pauschalen Versprechen. Die Plattform schafft die Datenbasis, auf der Unternehmen die wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen verschiedener Verpackungsoptionen gemeinsam bewerten können.


Warum ein Workflow von wenigen Minuten ein echter Produktivitätssprung ist

In der klassischen Verpackungsplanung entsteht ein Großteil des Aufwands nicht durch die eigentliche fachliche Entscheidung, sondern durch Datenübertragung und Abstimmung. Maße werden aus verschiedenen Dateien importiert. Behälterdaten mühsam gesucht. Kosten separat kalkuliert. Transportwerte in einer eigenen Tabelle ermittelt. Reports manuell erstellt. Rückmeldungen über mehrere E-Mail-Verläufe gesammelt.

Ein integrierter Workflow verkürzt nicht nur die Durchlaufzeit signifikant. Er reduziert vor allem die Anzahl der Übergaben zwischen verschiedenen Schnittstellen, Abteilungen, Unternehmen und Personen.

Bei gut gepflegten CAD-, Behälter-, Material- und Kostendaten lässt sich mit Pakera in wenigen Minuten ein prüffähiger Workflow vom Verpackungskonzept bis zum Report vorbereiten. Die im Workflow ausgewiesenen Durchschnittszeiten – 0,8 Minuten für Auswahl und Simulation sowie 5,3 Minuten für Ergebnisprüfung und optionale Folgeschritte – verdeutlichen diese Geschwindigkeit.

Diese Aussage muss richtig eingeordnet werden. Die Systemlaufzeit mag nur wenige Minuten betragen. Die fachliche Prüfung komplexer Anwendungen und die organisatorische Freigabe durch mehrere Beteiligte erfordern je nach Risiko und Verfügbarkeit zusätzliche Zeit. Pakera beschleunigt den Prozess, indem es die Entscheidungsgrundlage schneller und konsistenter bereitstellt. Die notwendige Sorgfaltspflicht wird dadurch nicht ersetzt.

Genau darin liegt die Stärke: Schnelligkeit wird nicht durch das Weglassen wichtiger Schritte erreicht, sondern durch deren logische Verknüpfung.


Wie die einzelnen Unternehmensbereiche von der Next-Generation Verpackungsplanung profitieren

Die End-to-End-Logik ist besonders wertvoll, weil dieselben Daten von unterschiedlichen Rollen genutzt werden können.


Future of Packaging Optimization Software are Workflows

Tabelle 3: Nutzen der modernen Verpackungsplanung für verschiedene Unternehmensbereiche.


Damit entsteht kein zusätzliches Datensystem abseits des operativen Alltags. Die Dokumentation ergibt sich im Idealfall direkt aus dem tatsächlichen Verpackungsworkflow. Genau das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Daten aktuell bleiben und Entscheidungen später nachvollziehbar sind.


Für welche Industrieunternehmen dieser Ansatz besonders relevant ist

Die Next-Generation Verpackungsplanung entfaltet ihren größten Nutzen dort, wo Verpackungsentscheidungen wiederkehrend anstehen und mehrere Prozessstufen beeinflussen. Der Ansatz ist besonders relevant für Unternehmen mit:

  • wiederkehrenden Bauteilen und Serienproduktion

  • vorhandenen CAD-Daten

  • hohem Verpackungs- oder Transportvolumen

  • mehreren Werken, Lieferanten oder Kunden

  • einer großen Anzahl an Behälter- und Packstoffvarianten

  • hohem Abstimmungsbedarf zwischen den Abteilungen

  • Anforderungen an Standardisierung und Versionierung

  • steigenden Dokumentations- und PPWR-Anforderungen

  • klaren Zielen zur Senkung von Verpackungs-, Transport- und Logistikkosten

Für einmalige, einfache Versandfälle mag ein umfassender Workflow überdimensioniert sein. Bei wiederkehrenden industriellen Stoffströmen jedoch multiplizieren sich kleine Verbesserungen über Stückzahl, Laufzeit und Standorte. Dort wird die Verpackungsplanung zum echten wirtschaftlichen Hebel.


Was die Next-Generation Verpackungsplanung definitiv nicht ist

Zu einer überzeugenden Lösung gehört auch eine klare Abgrenzung der Grenzen.

Die Next-Generation Verpackungsplanung ist nicht nur 3D Bin Packing. Geometrische Optimierung ist wichtig, bildet aber nicht den gesamten Entscheidungsprozess ab.

Sie ist kein reiner Report-Generator zur Erstellung von Packvorschriften. Ein guter Report ist dann wertvoll, wenn seine Inhalte auf verlässlichen Daten und einem nachvollziehbaren Workflow beruhen.

Sie ist kein digitaler E-Mail-Anhang. Erst eine gemeinsame Version, direktes Kommentieren und eine kontrollierte Freigabe schaffen eine echte Single Source of Truth.

Sie ist keine automatische Rechtsberatung und kein automatischer Garant für PPWR-Konformität. Die Plattform kann Dokumentationen, Prüfungen und Erklärungen vorbereiten. Die fachliche Bewertung und die Verantwortung verbleiben bei den handelnden Personen und Unternehmen.

Sie ist auch kein Ersatz für eine physische Validierung, wenn Produktsicherheit, Arbeitssicherheit oder hohe Schadenspotenziale eine Erprobung in der Realität erfordern.

Diese Abgrenzung schwächt das Leistungsversprechen nicht, sie macht es seriös. Pakera beschleunigt und strukturiert Verpackungsentscheidungen, ohne die fachliche Verantwortung durch ein softwaregeneriertes Ergebnis zu ersetzen.


Fazit: Der Zukunft gehört der ganzheitlichen, digitalen Verpackungsplanung

Die reine Verpackungsoptimierung beantwortet die Frage, wie ein Bauteil besser verpackt werden kann. Die Next-Generation Verpackungsplanung beantwortet die Frage, wie aus dieser Verpackung eine Gesamtlösung wird, die wirtschaftlich, logistisch, ökologisch und organisatorisch tragfähig ist.

Hierzu führt Pakera die wesentlichen Schritte in einem ganzheitlichen Workflow zusammen und bewertet die Simulationsergebnisse über den Pakera Score®, um sie untereinander vergleichbar zu machen. Die CAD-basierte Verpackungssimulation bildet den technischen Kern. Die automatischen Smart Checks bewerten die Realisierbarkeit des Verpackungskonzepts aus Compliance-Sicht und weisen auf verbleibende, zu lösende Punkte hin. Die automatisch generierte Stückliste schafft Transparenz über Materialbedarf und Verpackungskosten. Transportplanung und Emissionsberechnungen zeigen die Auswirkungen auf Route, Fracht und Nachhaltigkeit. Der modulare Report Builder ermöglicht es, die relevanten Ergebnisse in einem individuellen und dennoch standardisierten Report zusammenzuführen. Der digitale Freigabeprozess schafft eine gemeinsame, freizugebende Version.

Der Fortschritt liegt nicht in einer einzelnen Funktion. Er liegt in der Verknüpfung dieser Funktionen zu einem ganzheitlichen, durchdachten Prozess. Daten werden nicht nach jedem Schritt neu aufgebaut. Entscheidungen bleiben vom ersten Verpackungskonzept bis zur Freigabe nachvollziehbar. Kosten, Nachhaltigkeit und PPWR-Dokumentation werden nicht nachträglich angehängt, sondern von Beginn an parallel zur Produkt- und Verpackungsentwicklung mitgedacht.

Damit wird die Verpackung von einem späten operativen Detail zu einem frühen, datenbasierten Bestandteil der Produkt- und Logistikplanung. Genau das versteht Pakera unter Next-Generation Verpackungsplanung.

Für Industrieunternehmen bedeutet dieser Ansatz einen schnelleren Weg vom CAD-File zur fundierten Verpackungsentscheidung. Weniger Medienbrüche, kein Versionschaos, frühere Transparenz über Kosten und Emissionen sowie eine bessere Basis für Standardisierung, Dokumentation und Freigabe.

Pakera gibt diesem Prozess eine durchgängige digitale Struktur.


Erfahren Sie hier mehr über den Pakera-Workflow

Freigabeworkflow für Verpackungen

Verpackungsreport & Dokumentation

Digitale Paletten- & Behälteroptimierung

Verpackungs-Compliance

Verpackungsmaterialplanung

Lösungen für eine effiziente PPWR-Dokumentation



Quellen:

Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union. Verordnung (EU) 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle. Insbesondere Artikel 10, 15, 24, 38 und 39 sowie die Anhänge VII und VIII.

Europäische Kommission. Leitlinien zur Verordnung (EU) 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle. Mitteilung C/2026/3084 vom 10. Juni 2026.

Internationale Organisation für Normung. ISO 14083:2023. Treibhausgase – Quantifizierung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen aus Transportketten.

Ahmad, Salman, Dhanan Sarwo Utomo, Pratyush Dadhich, und Philip Greening. „Packaging design, fill rate, and road freight decarbonization: A literature review and a future research agenda.“ *Cleaner Logistics and Supply Chain*, Vol. 4, 2022, Artikel 100066.

GS1. Package and Product Measurement Standard. Aktuelle Version.